An dem Hilfseinsatz von ARCHEMED in Tansania beteiligten sich vor Ort drei Mitarbeitende des Christlichen Klinikums Soest. Kinder mit schweren Verbrennungen und Fehlbildungen kamen, um sich von dem deutschen Team behandeln zu lassen.
Für unsere Mitarbeitenden bedeutete der Hilfseinsatz besondere Herausforderungen, außergewöhnliche Erfahrungen und viele dankbare Kinder und Eltern.
Drei Mitarbeitende des CKS engagieren sich in Tansania
Schwere Verbrennungen, angeborene Fehlbildungen und fehlende medizinische Versorgung – für viele Kinder in Tansania gehören diese Herausforderungen zum Alltag. Um betroffenen Familien zu helfen, reist seit vielen Jahren ein Team aus Kinderchirurgen, Kinderorthopäden, plastischen Chirurgen, Kinderanästhesisten und OP-Personal regelmäßig in die Provinz Iringa im Süden des Landes. Auch in diesem Jahr schlossen sich wieder Mitarbeitende des Christlichen Klinikums Soest (CKS) an und unterstützen dieses wichtige Engagement von ARCHEMED: Faik Affifi (Sektionsleiter Kinderorthopäde CKS West), Andreas Borgmann (Oberarzt Anästhesiologie CKS Mitte) und Gabi Frerk-Westphal (OP- Pflege CKS Mitte) waren Teil des Teams und beteiligten sich an dem zweiwöchigen humanitären Einsatz, um Kinder im Hospital von Tosamaganga medizinisch zu versorgen. Das Foto zeigt das Team bei der Arbeit im dortigen OP.
Große Not und lange Anreisen
Viele Familien in Tansania leben in großer Armut und können sich selbst grundlegende medizinische Versorgung kaum leisten. Einige Familien nehmen eine Reise von über zehn Stunden und mehr als 500 Kilometern auf sich, um ihre Kinder bei dem Hilfseinsatz untersuchen und – wenn nötig – operieren zu lassen. Die Behandlungen sind für die Familien kostenfrei.
Behandlung schwerer Verbrennungen als Schwerpunkt
Die medizinischen Hilfseinsätze von ARCHEMED richten sich vor allem an Kinder mit angeborenen oder erworbenen Fehlbildungen von Organen und Extremitäten sowie an Patientinnen und Patienten mit schweren Verbrennungen und deren Folgen.
In vielen Regionen Tansanias kochen Familien in oder vor ihren Hütten über offenen Feuerstellen oder mit instabilen Kerosinkochern. Für kleine Kinder ist das besonders gefährlich: Beim Spielen oder Krabbeln geraten sie häufig unbeabsichtigt in die Nähe der Feuerstellen und erleiden schwere Verbrennungen. Da eine fachgerechte Behandlung oft nicht möglich ist, entstehen später großflächige Narben oder sogenannte Narbenkontrakturen. Diese können zu Gelenkversteifungen führen und die Beweglichkeit dauerhaft einschränken – mit erheblichen Folgen für das spätere Leben der Kinder.
Einsatz unter dem Dach von ARCHEMED
Die Mission findet seit Februar 2022 unter dem Dach der Hilfsorganisation ARCHEMED – Ärzte für Kinder in Not statt. Seit 2023 arbeitet das Team im Hospital von Tosamaganga in der Provinz Iringa. Die Projektleitung hat hierbei Dr. Naim Farhat, Kinderchirurg aus Hamm.
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