PD Dr. Klotz und sein Team mit den beiden OP-Robotern in einem OP-Saal des Christlichen Klinikums Soest

Das Christliche Klinikum Soest (CKS) baut sein Angebot in der robotergestützten Endoprothetik weiter aus: Aufgrund der hohen, auch überregionalen Nachfrage durch Patientinnen und Patienten hat das Klinikum einen zweiten Mako-OP-Roboter angeschafft und in Betrieb genommen. Damit gehört das CKS zu einem exklusiven Kreis – nur vier Krankenhäuser im deutschsprachigen Raum verfügen aktuell über mehr als einen Mako-Roboter.

Das Robotersystem kommt bei der Implantation von künstlichen Knie- und Hüftgelenken sowie Schlittenprothesen zum Einsatz und ermöglicht eine individuelle Abstimmung auf die Anatomie der Patientinnen und Patienten. „Der größte Vorteil des Mako-Systems liegt ganz klar in der Präzision und der damit verbundenen Sicherheit für unsere Patienten“, erklärt Privatdozent Dr. Matthias Klotz, Leiter des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie Kreis Soest. „Durch die CT-basierte Vorplanung können wir jedes Gelenk millimetergenau analysieren und die Operation exakt vorbereiten.“

Individuelle Planung, hohe Genauigkeit

Vor jeder Operation wird ein dreidimensionales Modell des betroffenen Gelenks erstellt. Auf dieser Basis lassen sich Implantatgröße, -position und -ausrichtung individuell festlegen. Während der Operation unterstützt der Roboter den Operateur bei der exakten Umsetzung dieser Planung. Das System begrenzt die Instrumentenführung auf zuvor definierte Bereiche und hilft so, Abweichungen zu vermeiden.

„Insbesondere bei komplexen anatomischen Voraussetzungen oder stärkeren Achsabweichungen ist diese Genauigkeit ein großer Gewinn“, so PD Dr. Klotz. „Wir erreichen eine sehr hohe Reproduzierbarkeit der geplanten Ergebnisse.“

Internationale Studien bestätigen diesen Eindruck: Auswertungen großer Prothesenregister zeigen geringere Komplikationsraten und weniger Revisionsoperationen bei robotergestützten Eingriffen im Vergleich zu konventionellen Verfahren.

Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Trotz modernster Technik bleibt die Verantwortung stets beim Operateur. „Der Roboter ersetzt den Arzt nicht“, betont PD Dr. Klotz. „Er ist ein hochpräzises Assistenzsystem – vergleichbar mit einem Autopiloten im Flugzeug. Wenn etwas nicht nach Plan läuft, greifen wir jederzeit ein. Am Ende operiert immer der Mensch.“

Auch für die Patientinnen und Patienten ist diese Kombination aus ärztlicher Erfahrung und technischer Unterstützung ein wichtiges Argument. Viele fragen gezielt nach einer Operation mit Robotereinsatz, da sie sich davon mehr Sicherheit und eine schnellere Genesung versprechen.

Antwort auf steigende Nachfrage

Mit der Anschaffung eines zweiten Mako-Roboters reagiert das Christliche Klinikum Soest auf die stetig wachsende Nachfrage. „Robotik ist für uns ein zukunftsweisendes Thema“, sagen die CKS-Geschäftsführer Tobias Franke und Christian Schug. „Ein weiterer Roboter ermöglicht es uns, mehr Patientinnen und Patienten von dieser Technologie profitieren zu lassen, ohne Kompromisse bei Qualität und Sicherheit einzugehen.“