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Freitag, 10. Juni 2016

Behandlung im Klinikum war die Rettung für Aga aus Afghanistan

Ein Wiedersehen der ganz besonderen Art hat es jetzt im Klinikum Stadt Soest gegeben. Aqasherin Hashemi ist nach 20 Jahren an den Ort zurückgekehrt, der seinem Leben eine neue Wendung gegeben hat.

Aqasherin Hashemi (mitte) steht mit Prof. Dr. Albrecht Schneider und Pflegekraft Cornelia Krüger vor seinem ehemaligen Patientenzimmer im Klinikum.

Als 8-Jähriger war Aqasherin Hashemi im März 1996 aus Afghanistan zur Behandlung in die Bördestadt gebracht worden. Sein rechter Unterschenkel war damals stark entzündet und in seiner Heimatprovinz Parwan gab es nicht die notwendigen medizinischen Mittel, um sein Bein zu retten. Glücklicherweise erfuhr sein Onkel über das Radio vom Hammer Forum, das Kindern aus Krisenregionen in solchen Fällen helfen kann. In Kabul nahm die Familie von Aqasherin Kontakt mit den Ärzten auf und die schickten ihn über Frankfurt nach Soest ins Klinikum.

Dem damaligen Chefarzt Prof. Dr. Albrecht Schneider gelang es in einer ganzen Reihe von Operationen, das Bein des jungen Afghanen zu retten. Dazu musste der Chirurg das Schienbein entfernen und durch das Wadenbein zu ersetzten. Mehr als ein Jahr dauerte es, bis Aqasherin im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf den Beinen war. In dieser Zeit lernte der wissbegierige Junge, den im Klinikum alle nur "Aga" nannten, die deutsche Sprache. "Er war schon damals sehr intelligent und lernte schnell" erinnert sich Prof. Schneider heute. Auch Cornelia Krüger, die noch heute auf der Station als Pflegekraft tätig ist, denkt gerne an die Zeit mit Aga zurück.

Für den jungen Afghanen bedeutete die Zeit im Soester Klinikum nicht nur die Rettung seines rechten Beines. Es war auch der Start in eine neue Zukunft. Durch seine guten Deutschkenntnisse fand er nach der Rückkehr in seine Heimat Arbeit bei der deutschen Bundeswehr. Zunächst arbeitete Aga als Reinigungskraft und Handwerker. Später, von 2007 bis 2015, war er dann als Übersetzer tätig.

Mit dem Fortschreiten des politischen und militärischen Konfliktes in Afghanistan kam es dann aber zu Anfeindungen radikaler Gruppen gegenüber Landsleuten, die für ausländische Einrichtungen arbeiteten. Für Aga und seine Familie wurde es in der Heimat zu gefährlich. Über das Patenschaftsprogramm der Bundeswehr kam er im Frühjahr 2015 zurück nach Deutschland, wo sich der heute 28-Jährige mit seiner Frau und seinen drei Kindern nun ein neues Leben aufbaut.

"Mein Traum ist es, in der Krankenpflege zu arbeiten und weitere Sprachen zu lernen", sagt Aga. Seine Zeit in Soest wird er dabei nie vergessen. "Ich bin allen, die mich damals unterstützt haben, unendlich dankbar!"

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