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Freitag, 31. Oktober 2014

KlinikumStadtSoest und UKM besiegeln Zusammenarbeit in der Strahlentherapie

Gemeinsame Wege gehen ab sofort das KlinikumStadtSoest und das UKM (Universitätsklinikum Münster): Das Deutsche CyberKnife-Zentrum in Soest wird ab 1. November von der Klinik für Strahlentherapie–Radioonkologie des UKM personell unterstützt und wissenschaftlich begleitet, wie Dipl.-Kfm. Oliver Lehnert (Geschäftsführer KlinikumStadtSoest) und Prof. Dr. Norbert Roeder (Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM) jetzt in einem Kooperationsvertrag besiegelten.

Besiegelten die künftige Zusammenarbeit (von links): UKM-Chef Prof. Norbert Roeder, Uwe Haverkamp (Leitender Physiker der Strahlentherapie), Prof. Hans Theodor Eich (Direktor der Klinik für Strahlentherapie), Prof. Achim Meißner, Ärztlicher Direktor am Klinikum Stadt Soest, Iris Ernst (Oberärztin für Strahlentherapie), Klinikum-Geschäftsführer Oliver Lehnert und (davor) Pflegedienstleiterin Marion Säcker.

Profitieren sollen durch diesen Schulterschluss vor allem die Patienten beider Kliniken, wie Roeder unterstreicht: „Ich freue mich sehr, dass wir mit dieser Kooperation gemeinsam eine ganz besondere Versorgung in der Region gestalten können. Das UKM ist mit hochmodernen Bestrahlungsgeräten ausgestattet und dieses Leistungsangebot wird durch das innovative CyberKnife, in dem nun auch Patienten aus Münster bestrahlt werden können, sehr gut ergänzt. Die Patienten in Soest wiederum profitieren von der Expertise der UKM-Strahlentherapie mit ihrer Einbindung in das interdisziplinäre Krebszentrum, so dass viele positive Effekte für die Patienten aus der Kooperation der beiden Krankenhäuser entstehen.“

Das Deutsche CyberKnife-Zentrum wurde in Soest im Frühjahr 2010, als damals zweites in Deutschland, in Betrieb genommen. Bis heute gibt es bundesweit lediglich neun Anlagen. „Wir bestrahlen etwa 250 Patienten pro Jahr und sind damit eines der größten Zentren in Europa“, sagt Lehnert. „Wir sind sehr stolz auf diese Entwicklung, denn es war für uns ein echter Kraftakt – insbesondere für ein Krankenhaus unserer Größenordnung –, als erste Einrichtung an einem Akuthaus diese hochspezialisierte Leistung bekannt zu machen.“ Das Einzugsgebiet liegt nicht nur in Soest und Umgebung, sondern reicht weit über die Grenzen Westfalens hinaus.

Zukünftig werden etwa 100 Patienten des UKM, die einen Tumor z. B. nahe des Gehirns, des Auges oder Halses, der Wirbelsäule, Lunge oder Prostata haben, von der Behandlung profitieren. Das rund 3,4 Millionen Euro teure Gerät arbeitet mit einer aus CT-Bildern ge-wonnenen Modellmatrix und kann auf dieser Basis – auch kleinste – Tumorregionen exakt lokalisieren und mit höheren Dosen bestrahlen, da eine Beschädigung von Nachbarregionen nahezu ausgeschlossen werden kann. In Münster war das in dieser Art bislang nicht möglich. „Wir mussten Patienten mit Tumoren in diesen sehr besonderen Fällen bisher zur Bestrahlung in andere hierfür spezialisierte Zentren überweisen, obwohl Diagnosestellung, Operation und Nachbehandlung am UKM erfolgten. Jetzt können wir die gesamte Therapie nach unseren Standards Hand in Hand auch für diese Patienten garantieren“, sagt Prof. Dr. Hans Theodor Eich, Direktor der Klinik für Strahlentherapie–Radioonkologie des UKM, dessen leitende Oberärztin Dr. Iris Ernst ab kommenden Montag als Abteilungsleiterin in Soest tätig sein wird. Gemeinsame Konferenzen mit den Ärzten des KlinikumStadtSoest und den Mitgliedern des interdisziplinären Zentrums für Krebsmedizin des UKM, bei denen alle Patienten des Zentrums besprochen werden, runden diese Kooperation ab.

Die Veränderungen am Deutschen CyberKnife-Zentrum gehen einher mit der Verabschiedung des bisherigen Chefarztes Prof. Dr. Burkhart Schilcher, der das Zentrum mit großem Engagement aufgebaut hat und nun in den Ruhestand gehen wird. Damit endet nach fünf sehr erfolgreichen Jahren auch die Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum, die das CyberKnife-Zentrum bisher unter der Führung von Prof. Dr. Irenäus Adamietz wissen-schaftlich begleitet hat.

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