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Klinik für Innere Medizin und Kardiologie

Chefarzt
Prof. Dr. med. Achim Meißner

Sekretariat:
Tel.: 02921 90-1470
Fax: 02921 90-1113

Öffnungszeiten des Sekretariates:

  • Mo., Di., Do., Fr.: 8:00 bis 16:00 Uhr
  • Mi.: 8:00 bis 12:00 Uhr

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Herzkranzgefäßverkalkung (Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit)

Was ist ein Herzinfarkt?

Die Herzkranzgefäße (Koronararterien) versorgen den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut.
Bei einem Verschluss bzw. einer hochgradigen Einengung eines oder mehrerer Herzkranzgefäße kann es zu einem Herzinfarkt kommen. Das bedeutet, dass der Herzmuskel nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt ist und Herzmuskelzellen absterben.

Dabei treten häufig die typischen akuten Beschwerden auf:

  • Schmerzen in der Brust über mehrere Minuten, Schmerzausstrahlung oft in den linken Arm und in den Unterkiefer
  • Engegefühl (Angina pectoris) in der Brust

Ein Herzinfarkt ist immer ein Notfall, bei dem schnelles Handeln wichtig ist!

Wählen Sie 112, wenn Sie einen Herzinfarkt vermuten. Von der Rettungsstelle bekommen Sie dann weitere Anweisungen.

Besondere Risikofaktoren:

Häufig führt eine Gefäßverkalkung (Atherosklerose) zu einer Engstelle in den Herzkranzgefäßen.

Besondere Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Nikotinkonsum, Diabetes mellitus, Hyperlipidämie, Alter und eine familiäre Vorbelastung.

Diagnostik

Die Diagnosestellung eines Herzinfarktes erfolgt durch den Arzt mittels eines sofort geschriebenen EKGs (Elektrokardiogramm). Zusätzliche diagnostische Hilfen sind die Echokardiographie (Ultraschall) und Laborwerte, die den Untergang von Herzmuskelzellen anzeigen.

Bei geeigneten Befunden erfolgen im Anschluss die Herzkatheteruntersuchung und die Behandlung mit einem Ballon/Stent (PCI). In besonderen Fällen ist alternativ eine Bypass-Operation notwendig.

Was ist eine Herzkatheteruntersuchung?

Die Herzkatheteruntersuchung / PCI erfolgt im Herzkatheterlabor. Es ist keine Vollnarkose notwendig, sondern eine örtliche Betäubung im Bereich des Zugangsweges, der üblicherweise über eine Arterie an Handgelenk oder in der Leiste gewählt wird. Der Katheter wird dann in einem großen Gefäß zum Herz vorgeführt, das Vorschieben ist nicht schmerzhaft. Der Herzkatheter wird mit Hilfe von Röntgenstrahlen und röntgenfähigem Kontrastmittel durchgeführt.

Sollte eine Engstelle (Stenose) oder sogar ein kompletter Gefäßverschluss vorliegen, wird diese mit einer Ballonaufdehnung und in der Regel mit einer Gefäßstütze/ Stent behandelt. Ein Stent ist ein kleines rohrförmiges Drahtgeflecht, das an die Innenwand der Herzkranzgefäße implantiert wird.

Somit kann der Herzmuskel danach wieder ungestört mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden.
Der Stent verbleibt im Herzkranzgefäß und hält dieses offen. Ihr Arzt wird Ihnen erläutern, welche Nachkontrollen erfolgen sollten.

In unserer Klinik besteht ein 24-stündiger Bereitschaftsdienst des Herzkatheterlabors ganzjährig zur Verfügung.

Medikamente nach dem Herzkatheter/ Gerinnungshemmer während und nach der Stentimplantation

Während des gesamten Eingriffs wird normalerweise ein blutverdünnendes Medikament (Heparin) eingesetzt, um die Bildung von Blutgerinnseln in den Herzkranzgefäßen zu verhindern.

Um eine Bildung von Blutgerinnseln (und damit einen Gefäßverschluss) später zu verhindern, müssen blutverdünnende Medikamente auch nach dem Eingriff weiter eingenommen werden.

Jeder Stationsarzt führt mit seinen Patienten bei der Entlassung ein Gespräch über die notwendigen Medikamente und händigt dem Patienten einen Brief für den Hausarzt mit einer schriftlichen Empfehlung für die Art und Anzahl der Medikamente und die Dauer der Einnahme aus.

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